Was ab 2011 geschah

Am 24.September 2011 trat ich nun in die großen Fußstapfen von Ines Klein und wurde 1. Vorsitzende des Vereins. Mit dem Blick zurück und 15 Jahre Erfahrung, muss ich schon sagen, ganz schön Mutig gewesen. War ich doch gerade erst wenige Monate Mitglied im Verein und erst 1 Jahr Pflegemutter.

Damals dachte ich, kann ja nicht so schlimm sein und organisiert habe ich schon immer gern.

Ich hatte keine Ahnung vom Pflegekinderwesen, wusste weder was eine Pflegegeldverordnung- noch eine Beihilfenrichtlinie war.

Aber zwei Mitarbeiterinnen vom Pflegekinderdienst des Altkreis Halberstadt sind mir sehr gut in Erinnerung, Frau Zschocke und Frau Rütting. Von Ihnen lernte ich die Dinge von denen ich keinen Schimmer hatte. Viele Veranstaltungen haben wir gemeinsam geplant und durchgeführt. Es war immer ein miteinander eine Arbeit auf Augenhöhe und Füreinander. Immer im Interesse der Kinder und ihrer Familien. Bis die beiden dann in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung die ich erhalten habe.

Christine Rütting ist dann unser Ehrenmitglied des Vereins der Pflege- und Adoptiveltern Halberstadt e.V. geworden. In all den 30 Jahren, war und ist Christine Rütting dem Verein, eine große Stütze geblieben. Ich kenne niemanden der solch emotionale Spendenbriefe schreiben kann wie Sie. Ein ganz großes Dankeschön liebe Christine Rütting für deine Unterstützung.

15 Jahre, Verein der Pflege- und Adoptiveltern Halberstadt e.V. stehen für großes Engagement, einen unermüdlichen Einsatz, das bedeutet unzählige Stunden Einsatz, Verantwortung, intensive Arbeit mit viel Herzblut. Es war eine Zeit voller Arbeit, oft stressig, manchmal herausfordernd, aber immer getragen von dem Wunsch, für Pflege- und Adoptivfamilien da zu sein, etwas zu bewegen und die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.

15 Jahre Vorsitz, 15 Jahre Herz, Engagement und Zusammenhalt.

Doch eine Person darf nicht vergessen werden, unser Ehrenmitglied Vinzenz- Nico Ermrich. Er ist Gründungsmitglied und heute noch aktiv im Vorstand tätig, auch wenn er heute keine Pflegekinder mehr betreut.

Auch Jana Hartmann ist seit 18 Jahren aktiv im Vorstand tätig und hat mit vielen Ideen die Vereinsarbeit bereichert. Mit viel Engagement übernimmt sie seit Jahren die Aufgaben des Kassenwarts.

Ein fester Bestandteil in den 15 Jahren, waren immer unsere Stammtische, in der ersten Zeit fanden diese immer noch in Klein-Quenstedt statt. Und sehr schnell wuchs der Verein in seinen Mitgliederzahlen an und somit zogen wir die ersten durch die Gaststätten von Halberstadt und Umgebung.

In diesen Jahren wurden viele Feste organisiert, die unseren Verein lebendig gemacht haben: stimmungsvolle Weihnachtsfeiern, fröhliche Sommerfeste, gemeinsame Vereinsfahrten und das beliebte Frauenfrühstück.

Diese Begegnungen haben Gemeinschaft geschaffen, Kraft gegeben und gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt ist.

Neben all den schönen Momenten gehörten auch intensive Beratungen, Begleitungen und Unterstützungen zum Alltag.

Zuhören, Mut machen, da sein- auch dann, wenn es schwer wurde.

Diese Arbeit war nicht immer sichtbar, aber immer wertvoll.

Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt war dabei ein ständiger Begleiter- wie in einer langen Beziehung: nicht immer auf Augenhöhe, mit guten und mit schwierigen Tagen.

Doch gerade diese Erfahrungen haben geprägt, gefordert und letztlich auch gestärkt.

Eine der größten Errungenschaften in diesen 15 Jahren, ist unser Vereinsraum in der Dominikanerstraße 18. War es doch schon über viele Jahre ein Wunsch, wenn wir doch bloß unseren eigenen Vereinsraum hätten. Das würde unsere Arbeit mit den uns anvertrauten Kindern um vieles vereinfachen. Die Besuchskontakte der Pflegekinder zu ihren Eltern oder unsere Stammtische, wo wir natürlich auch immer, die einen oder anderen Probleme besprochen haben. All dieses könnte dann in einer wohlfühlenden Atmosphäre stattfinden, sowohl für unsere Pflegekinder mit ihren Eltern oder uns Pflegeeltern bei ihren Stammtischen. Mit einem guten Konzept konnten wir bei der HAWOGE 2019 überzeugen. Nach einer großzügigen Renovierung, auch hierbei wurden wir großzügig unterstützt, konnten wir im Januar 2020 unser Vereinsräume beziehen. Dafür ein ganz großes DANKESCHÖN!!!!

15 Jahre Vorsitz bedeutet Spuren zu hinterlassen- in einem Verein, in vielen Familien und in unzähligen kleinen Momenten, die zeigen, dass sich Engagement lohnt. Trotz aller Anstrengungen bleibt Dankbarkeit für das Vertrauen, die gemeinsamen Wege und für all das, was in dieser Zeit entstehen durfte. 15 Jahre Vorsitz im Pflegeelternverein stehen für großes Engagement, viel Herzblut und einen unermüdlichen Einsatz für Pflegefamilien. Diese Zeit war geprägt von Verantwortung, intensiver Arbeit und vielen Herausforderungen – aber auch von schönen Momenten, wertvollen Begegnungen und einem starken Gemeinschaftsgefühl.